Auf Wikipedia zu ADHS bei Kindern ist mir etwas aufgefallen. Dort werden typische Schilddrüsenunterfunktionssymptome als Begleiterkrankung von ADHS aufgezählt.

 

  • “Depressionen treten bei Jugendlichen mit ADHS mindestens fünfmal so häufig auf wie bei Jugendlichen ohne ADHS.”
  • “…. Angststörungen traten in vielen Studien bei bis zu 25 % der von ADHS Betroffenen auf.”
  • “… Zwangsstörungen sind bei von ADHS Betroffenen etwa dreimal so häufig (ca 8 %) wie bei Nichtbetroffenen (2-3 %).”
  • “…Lernbehinderung wurde – nach dem Mittelwert von 17 Studien von 2001-2011 – bei 45 % der von ADHS Betroffenen festgestellt.”
  • “Schlafstörungen verschiedener Art sind eine häufige Begleitproblematik beim ADHS.”

ADHS = Schilddrüsenunterfunktion?

Ein Schelm, wer dabei an eine Schilddrüsenunterfunktion denkt? Broda Barnes schreibt, dass bei hyperaktiven Kindern oft paradoxe Auswirkungen in ihrem Verhalten und ihrer Energie zu beobachten sind.

Ein 10 Jahre alte Junge, ein Patient Broda Barnes zum Beispiel wurde, als seine Schilddrüse entfernt wurde, physisch und psychisch extrem schwerfällig und verlangsamt.

Die meisten Kinder mit weniger stark ausgeprägtem Schilddrüsenhormonmangel haben lt. Broda Barnes ähnliche Symptome, allerdings viel schwächer ausgeprägt.

Auf der anderen Seite gibt es die hyperaktiven Kinder, denen man gerne mal ein Zuviel an Schilddrüsenhormonen unterstellt, in Wahrheit ist lt. Broda Barnes aber ein relativer Mangel an Schilddrüsenhormonen bei diesen Kindern wahrscheinlicher und sollte getestet werden.

Broda Barnes sagte auch , dass viele hyperaktive Kinder mit Amphetaminen wie beispielsweise Ritalin, Kaffee oder ähnliche Medikamente bekommen, um sie zu beruhigen.

Warum wirken Amphetamine beruhigend?

Doch warum wirken Amphetamine oder Kaffee offensichtlich beruhigend auf Kinder?

Wo sie doch eigentlich die gegenteilige Wirkung bei Erwachsenen erzielen sollen?

Amphetamine werden normalerweise eingenommen, um sich aufzuputschen, sich wach zu halten, nicht müde zu werden.

Also genau das Gegenteil von dem, was bei den hyperaktiven Kindern mit der Gabe von Amphetaminen bewirkt wird.

Broda Barnes glaubt, dass die Hyperaktivität von ADHS-Kindern eigentlich aus einer sehr starken Müdigkeit durch eine mögliche Schilddrüsenunterfunktion resultiert.

Durch die konstante Bewegung der Kinder kämpfen sie gegen die allgegenwärtige, bleierne Müdigkeit in sich an.

Amphetamine nun beruhigen aber  ADHS-Kinder. Warum? Weil Amphetamine sie wacher machen.

Amphetamine putschen die Kinder also auf.

Die Folge: die Kinder fühlen sich plötzlich nicht mehr so stark ermattet und müde und müssen auch nicht mehr so stark durch ständige Aktivität und Bewegung gegen diese Müdigkeit ankämpfen.

Weil sie durch die Amphetamine vorübergehend fitter und stimulierter werden.

Symptomfrei ohne Ritalin?

Einfacher wäre es in solchen Fällen lt. Broda Barnes, das Grundübel zu erkennen, nämlich die wahrscheinlich schlechte Schilddrüsenhormonversorgung der Kinder.

Und mit einer angemessenen Schilddrüsenhormonsubstitution könnten lt. Broda Barnes viele hyperaktive Kinder von ADHS symptomfrei werden, ganz ohne die Nebenwirkungen der gängigen ADHS-Medikamente.

Eisenmangel

Dr. Schaub beschreibt in seinem Buch “Die Eisentherapie” ebenfalls ADS und ADHS als ein typisches Symptom eines Eisenmangelsyndroms. Wenn sie zu ihrem Arzt gehen und sich dort auf Eisenmangel untersuchen lassen, wird meistens allerdings dabei herauskommen, dass alles in Ordnung ist. Leider ist dem aber oft nicht so. Selbst ein sogenannter guter Ferritinwert sollte auf Beckman heruntergerechnet werden, um ihn beurteilen zu können:

–> Eisenmangel bei Schilddrüsenunterfunktion – Ferritin

 

Quellen: Quellen: “Hypothyroidism: The Unsuspected Illness” von Broda O. Barnes, M.D. und Lawrence Galton; Wikipedia

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