Wie (un)gefährlich ist T3 wirklich?

Die meisten Patienten und Ärzte sind der Meinung, dass nur bei einer sogenannten “Umwandlungsschwäche” von T4 in T3 zusätzlich zur T4 Monotherapie noch T3 gegeben werden sollte, andernfalls würde man in eine Überfunktion fallen und T3 würde zu Nebenwirkungen führen.

Hier antwortet Dr. John C. Lowe auf eine Email eines Arzt-Kollegen, der leider – wie die meisten Ärzte – unwissenderweise dieselbe unwissenschaftliche Meinung über T3 vertritt, dass T3 gefährlich ist.

Dr. Lowe geht im Folgenden auf zwei festgefahrene Meinungen des Arztes ein, 1.  kein Patient benötigt T3 only und 2. T3 ist schädlich für Patienten.

Benötigen manche Patienten T3 only?

Der Arzt schrieb in seiner Email, dass normalerweise alle Patienten mit einer Schilddrüsenunterfunktion nur T4 benötigen, da der Körper immer genügend T4 in T3 umwandeln würde, außer sie sind schwer krank, dann fährt der Körper die Umwandlung von T4 in T3 zurück, was für schwer kranke Patienten ein Schutz ist.

Dr. Lowe antwortet, dass leider die meisten Ärzte der Meinung sind, dass ein Patient nur dann T3 zusätzlich zu T4 benutzen sollte, wenn ihre Umwandlung in T3 gestört ist und sie niedrige T3-Werte im Blut haben.

Dr. Lowe schreibt weiter, eine Umwandlungsstörung war jedoch noch nie ein Grund für ihn, seinen Patienten T3 zu verschreiben.

Dr. Lowe ist sich nicht sicher, warum manche Patienten mit T4 Monotherapie nicht symptomfrei werden, jedoch ist nicht jeder Patient gleich. Einige Patienten werden nur mit einem Kombipräparat T4+T3 (synthetisch oder natürliche Schilddrüsenhormone – NDT) symptomfrei und einige Patienten – insbesondere die mit Schilddrüsenhormonresistenz – werden nur mit sehr hohen Dosierungen von T3 only symptomfrei.

Dr. Lowe führt dazu ein Patienten-Beispiel mit T3 only an, welches 1981 von Kaplan und Kollegen erwähnt wurde: Eine Patientin wurde nur dann symptomfrei von ihrer Schilddrüsenunterfunktion, wenn sie täglich eine Dosis von 500 mcg T3 only einnahm.

Die Tests dieser Patientin zeigten, dass keine Umwandlungsstörung von T4 zu T3 vorlag. Auch hatte diese Patientin keine Mutation der Beta-Schilddrüsenrezeptoren.

Trotzdem benötigte die Patientin diese enorm hohe Dosis von 500 mcg T3 only täglich, um symptomfrei zu werden. Umfangreiche Tests zeigten, dass nur bei dieser hohen Dosierung ihr Stoffwechsel normal arbeitete. Wichtig ist, dass diese Patientin bei 500 mcg T3 only keinerlei Gewebe-Überstimulation mit Schilddrüsenhormonen hatte.

Dr. Lowe führt weiter an, dass er jahrzehntelang ähnliche Patienten behandelt hat. Er berichtete in insgesamt 8 Fall-Studien und offenen klinischen Versuchen (doppelblind, placebo-kontrolliert, Langzeit-Nachuntersuchungen) über die sichere Verwendung von T3 only.

In meinem Artikel: “Fibromyalgie – Symptom einer Schilddrüsenunterfunktin” habe ich bisher 6 der insgesamt 8 Fibromyalgie-Studien von Dr. Lowe zusammengefasst.

Seiner Erfahrung nach reichten die üblichen Dosierungen von 50 bis 500 mcg T3 only, wobei die meisten Patienten nur Dosierungen zwischen 100 und 150 mcg T3 only benötigten, um symptomfrei zu werden.

Kein einziger dieser Patienten hatte lt. Labortests eine Umwandlungsstörung von T4 zu T3. Auch bei keinem seiner Patienten, die er auf eine T3-Rezeptor Gen-Mutation untersuchte, wurde eine solche Mutation nachgewiesen.

Alle seine Patienten wurden jahrelang mit diesen supraphysiologischen Dosierungen T3 only behandelt und zeigten dennoch keinerlei nachteilige Auswirkungen auf ihre Gesundheit. Keiner seiner Patienten hatte eine Gewebe-Überstimulation mit T3, weder im Bluttest noch in Urintest, weder bei EKG-Messungen noch bei der Knochendichtemessung.

Die meisten Patienten von Dr. Lowe konnten erst durch T3 symptomfrei werden, einige erholten sich mit natürlichen Schilddrüsenhormonen, jedoch kein Patient erholte sich unter T4-Monotherapie.

T3 ist gesund für die Herzfunktion

Auch zeigt Dr. Lowe anhand mehreren Studien, dass T3 nicht schädlich für das Herz ist, im Gegenteil, die Herzfunktion wurde in mehreren Studien durch T3 sogar auf mehrfache Weise verbessert.

So verbesserte die Gabe von T3 zum Beispiel bei schwerkranken Herzpatienten die Herzfunktion. Die Gabe von T3 verringerte auch die Wahrscheinlichkeit von Herzanomalien und erhöhte die Überlebensrate dieser Patienten.

Vielleicht kennen Endokrinologen nicht die Studien (1,2,3,4,5,6) über die heilsamen Auswirkungen von T3 auf Herzpatienten, jedoch einige Kardiologen und Herzchirurgen wissen dies und verwenden T3 auch.

Dr. Lowe empfiehlt daher allen Ärzten dringend, anstatt die Verwendung von T3 zu kritisieren, sich einem Studium der vorhandenen Studien über die Sicherheit einer T3-Behandlung für Patienten zu widmen.

Ist T3 gefährlicher als T4?

Dr. Lowe geht auch auf die Kritik des Arztes ein, dass T3 gefährlich sein kann. Der Arzt führte als Beweis den Boxkampf von Mohammed Ali an, welcher zur Leistungssteigerung offensichtlich Thyrolar genommen hatte. Thyrolar ist ein synthetisches Kombipräparat mit T4+T3 im Verhältnis 4:1.

Dr. Lowe schreibt, sowohl Thyrolar als auch natürliche Schilddrüsenhormone wie Armour Thyroid enthalten 38 mcg T4 und 9 mcg T3 pro 60 mg.

Viele Millionen Patienten benutzten diese Produkte schon in der Vergangenheit und benutzen diese Produkte auch weiterhin bis heute, ohne sich damit selbst zu schaden.

Auch verwendeten Patienten bis in die frühen 70er Jahre, vor dem Aufkommen des TSH-Tests, Schilddrüsenhormone T4+T3 in sehr viel höheren Dosierungen als heute üblich – ohne negative Auswirkungen auf ihre Gesundheit lt. Aufzeichnungen.

Dr. Lowe machte ähnliche Erfahrungen: Die meisten seiner Patienten wurden erst dann symptomfrei, wenn sie die höhere Dosierungen benutzten, die bis in die 70er Jahre üblich waren.

Natürlich gibt es auch heute immer mal wieder Patienten, die eine individuell zu hohe Dosierung von Schilddrüsenhormonen benutzen. Solch ein prominentes Beispiel war offensichtlich Mohammed Ali. Eine individuell zu hohe Dosis Schilddrüsenhormone bewirkte bei ihm, dass er davon schwach und müde wurde.

Jedoch: Langfristig hat Mohammed Ali diese kurzzeitig zu hohe Dosierung von Schilddrüsenhormonen offensichtlich nicht geschadet.

Der Arzt machte in dieser Email für die Überdosierung von Mohammed Ali interessanterweise nur das T3 in Thyrolar verantwortlich.

Thyrolar ist jedoch ein Kombipräparat, welches  T4 und T3 enthält. Funktioniert die Umwandlung eines Patienten korrekt, dann kann auch ein zuviel an T4 in übermässiges T3 umgewandelt werden. Warum aber machte der Arzt nur T3 in Thyrolar für die zeitweilige Überfunktion von Mohammed Ali verantwortlich? T4 kann somit die gleichen Überfunktion-Symptome hervorrufen wie T3.

Warum wird  T3 von Ärzten als gefährlich bezeichnet?

Dr. Lowe vermutet, dass die meisten Ärzte schlicht Vorurteile gegenüber T3 haben. Ein Vorurteil, was Ärzten schon in ihrem Medizinstudium “eingeimpft” wird. Im Allgemeinen lernen Medizinstudenten unter der Lehre von prominenten konventionellen Schilddrüsen-Spezialisten wie zb. Ingbar und Braverman.

Jedoch beruht die Lehre von zb. Ingbar und Braverman lt. Dr. Lowe nicht auf  Forschungsergebnissen sondern auf offensichtlich finanziellen Anreizen von Pharma-Unternehmen.

Eine solche Lehre ist beispielsweise, dass als einziges Medikament bei der Behandlung einer Schilddrüsenunterfunktion synthetisches T4 zugelassen werden sollte und dass T3 gefährlich ist.

Lesen sie doch einmal meinen Artikel, welches bis heute das meistverschriebene Medikament in den USA ist – synthetisches T4.

Würden sich die Doktorväter der Studenten auf Forschungsergebnisse beziehen, dann wäre ihnen bekannt, dass es viele Studien gibt, die beweisen, dass Schilddrüsenpatienten Kombipräparate mit T4+T3 im direkten Vergleich zur T4-Monotherapie deutlich vorziehen.

Dann wäre den Doktorvätern der Studenten bekannt, dass Schilddrüsenpatienten durch eine T4-Monotherapie nach TSH-Wert an starken Nebenwirkungen leiden, wie diese Studie zeigt.

Dann wäre den Doktorvätern der Studenten bekannt, dass das Fibromyalgie-Syndrom und das chronische Müdigkeitssyndrom erst seit Einführung des TSH-Bluttests und der Behandlung mit T4-Monotherapie als eigenständiges Krankheitsbild unheilbar ist.

Dann wäre den Doktorvätern der Studenten bekannt, dass es insgesamt 8 Studien von Dr. Lowe und Kollegen gibt, die Fibromyalgie mit natürlichen Schilddrüsenhormonen oder T3 only auch in Langzeitstudien erfolgreich und sicher behandelten.

Ist T3 gefährlicher als nicht verschreibungspflichtiges Ibuprofen?

Zum Schluss möchte ich meinen Lesern noch einmal die Nebenwirkungen einiger sehr häufig eingesetzten Medikamente im Vergleich zu T3 in Novothyral (Kombipräparat mit T4+T3) zeigen.

Wenn sie Fragen zur Einstellung mit Novothyral oder Thybon haben, treten sie meiner Facebook-Gruppe bei: -> Hashimoto und Schilddrüsenunterfunktion behandeln mit Novothyral.

Nebenwirkungen Ibuprofen 400

Lesen sie einmal im Beipackzettel des nicht verschreibungspflichtigen, sehr gängigen Schmerzmittels Ibuprofen 400 mg die möglichen Nebenwirkungen:

    • Magen/Zwölffingerdarm-Geschwüre (peptische Ulzera), Perforationen (Durchbrüche) oder Blutungen, manchmal tödlich, können auftreten, insbesondere bei älteren Patienten. Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Blähungen, Verstopfung, Verdauungsbeschwerden, abdominale Schmerzen, Teerstuhl, Bluterbrechen, ulzerative Stomatitis, Verschlimmerung von Colitis und Morbus Crohn sind nach Anwendung von Ibuprofen berichtet worden. Weniger häufig wurde Magenschleimhautentzündung beobachtet. Insbesondere das Risiko für das Auftreten von Magen-Darm-Blutungen ist abhängig vom Dosisbereich und der Anwendungsdauer.
    • Ödeme, Bluthochdruck und Herzinsuffizienz wurden im Zusammenhang mit NSAR-Behandlung berichtet.
    • Arzneimittel wie dieses Präparat sind möglicherweise mit einem geringfügig erhöhten Risiko für Herzanfälle („Herzinfarkt”) oder Schlaganfälle verbunden.
  • Herzerkrankungen
    • Sehr selten: Herzklopfen (Palpitationen), Ödeme (Flüssigkeitseinlagerungen), Herzmuskelschwäche (Herzinsuffizienz), Herzinfarkt.
  • Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
    • Sehr selten: Störungen der Blutbildung (Anämie, Leukopenie, Thrombozytopenie, Panzytopenie, Agranulozytose). Erste Anzeichen können sein: Fieber, Halsschmerzen, oberflächliche Wunden im Mund, grippeartige Beschwerden, starke Abgeschlagenheit, Nasenbluten und Hautblutungen.
    • In diesen Fällen ist das Arzneimittel sofort abzusetzen und der Arzt aufzusuchen. Jegliche Selbstbehandlung mit schmerz- oder fiebersenkenden Arzneimitteln sollte unterbleiben.
    • Bei Langzeittherapie sollte das Blutbild regelmäßig kontrolliert werden.
  • Erkrankungen des Nervensystems
    • Häufig: Zentralnervöse Störungen wie Kopfschmerzen, Schwindel, Schlaflosigkeit, Erregung, Reizbarkeit oder Müdigkeit.
  • Augenerkrankungen
    • Gelegentlich: Sehstörungen.
  • Erkrankungen des Ohrs und des Innenohrs
    • Sehr selten: Ohrgeräusche (Tinnitus), Hörstörungen.
  • Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts
    • Sehr häufig: Magen-Darm-Beschwerden wie Sodbrennen, Bauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Blähungen, Durchfall, Verstopfung und geringfügige Magen-Darm-Blutverluste, die in Ausnahmefällen eine Blutarmut (Anämie) verursachen können.
    • Häufig: Magen/Zwölffingerdarm-Geschwüre (peptische Ulzera), unter Umständen mit Blutung und Durchbruch. Ulzerative Stomatitis, Verstärkung einer Colitis ulzerosa oder eines Morbus Crohn.
    • Gelegentlich: Magenschleimhautentzündung (Gastritis).
    • Sehr selten: Entzündung der Speiseröhre (Ösophagitis) und der Bauchspeicheldrüse (Pankreatitis).
    • Sollten stärkere Schmerzen im Oberbauch, Bluterbrechen, Blut im Stuhl und/oder eine Schwarzfärbung des Stuhls auftreten, so müssen Sie das Arzneimittel absetzen und sofort den Arzt informieren.
    • Sehr selten: Ausbildung von membranartigen Verengungen in Dünn- und Dickdarm (intestinale, diaphragmaartige Strikturen).
  • Erkrankungen der Nieren und Harnwege
    • Gelegentlich: Vermehrte Wassereinlagerung im Gewebe mit Ausbildung von Ödemen, insbesondere bei Patienten mit Bluthochdruck oder eingeschränkter Nierenfunktion; nephrotisches Syndrom (Wasseransammlung im Körper [Ödeme] und starke Eiweißausscheidung im Harn); entzündliche Nierenerkrankung (interstitielle Nephritis), die mit einer akuten Nierenfunktionsstörung einhergehen kann.
    • Sehr selten können Nierengewebsschädigungen (Papillennekrosen), erhöhte Harnsäurekonzentrationen im Blut auftreten.
    • Verminderung der Harnausscheidung, Ansammlung von Wasser im Körper (Ödeme) sowie allgemeines Unwohlsein können Ausdruck einer Nierenerkrankung bis hin zum Nierenversagen sein.
    • Sollten die genannten Symptome auftreten oder sich verschlimmern, so müssen Sie das Arneimittel absetzen und sofort Kontakt mit Ihrem Arzt aufnehmen.
  • Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
    • Sehr selten: Schwere Hautreaktionen wie Hautausschlag mit Rötung und Blasenbildung (z. B. Stevens-Johnson-Syndrom, toxische epidermale Nekrolyse/Lyell-Syndrom), Haarausfall (Alopezie).
    • In Ausnahmefällen kann es zu einem Auftreten von schweren Hautinfektionen und Weichteilkomplikationen während einer Windpockenerkrankung (Varizelleninfektion) kommen (siehe auch „Infektionen und parasitäre Erkrankungen”).
  • Infektionen und parasitäre Erkrankungen
    • Sehr selten:
      • Im zeitlichen Zusammenhang mit der Anwendung bestimmter entzündungshemmender Arzneimittel (nichtsteroidale Antiphlogistika) ist eine Verschlechterung infektionsbedingter Entzündungen (z. B. Entwicklung einer nekrotisierenden Fasciitis) beschrieben worden.
      • Wenn während der Einnahme Zeichen einer Infektion (z. B. Rötung, Schwellung, Überwärmung, Schmerz, Fieber) neu auftreten oder sich verschlimmern, sollte daher unverzüglich der Arzt zu Rate gezogen werden.
      • Sehr selten wurde unter der Anwendung von Ibuprofen die Symptomatik einer nicht auf einer Infektion beruhenden Hirnhautentzündung (aseptischen Meningitis) wie starke Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Fieber, Nackensteifigkeit oder Bewusstseinstrübung beobachtet. Ein erhöhtes Risiko scheint für Patienten zu bestehen, die bereits an bestimmten Autoimmunerkrankungen (systemischer Lupus erythematodes, Mischkollagenosen) leiden.
  • Gefäßerkrankungen
    • Sehr selten: Bluthochdruck (arterielle Hypertonie).
  • Erkrankungen des Immunsystems
    • Gelegentlich: Überempfindlichkeitsreaktionen mit Hautausschlägen und Hautjucken sowie Asthmaanfällen (ggf. mit Blutdruckabfall).
    • In diesen Fällen ist umgehend der Arzt zu informieren, und das Arzneimittel darf nicht mehr eingenommen werden.
    • Sehr selten: Schwere allgemeine Überempfindlichkeitsreaktionen. Sie können sich äußern als: Schwellungen von Gesicht, Zunge und innerem Kehlkopf mit Einengung der Luftwege, Luftnot, Herzjagen, Blutdruckabfall bis hin zum bedrohlichen Schock.
    • Bei Auftreten einer dieser Erscheinungen, die schon bei Erstanwendung vorkommen können, ist sofortige ärztliche Hilfe erforderlich. Der Patient ist anzuweisen, in diesem Fall umgehend den Arzt zu informieren, und das Präparat nicht mehr einzunehmen.
  • Leber- und Gallenerkrankungen
    • Sehr selten: Leberfunktionsstörungen, Leberschäden, insbesondere bei der Langzeittherapie, Leberversagen, akute Leberentzündung (Hepatitis).
    • Bei länger dauernder Gabe sollten die Leberwerte regelmäßig kontrolliert werden.
  • Psychiatrische Erkrankungen
    • Sehr selten: Psychotische Reaktionen, Depression.

Nebenwirkungen Amitriptylin

Lesen sie zum Vergleich auch noch die möglichen Nebenwirkungen im Beipackzettel des sehr häufig verschriebenen Medikaments gegen Depressionen, Amitriptylin:

  • Sehr häufig, insbesondere zu Beginn der Behandlung:
    • Mundtrockenheit, verstopfte Nase, Müdigkeit, Benommenheit, Kopfschmerzen, Schwitzen, Schwindel, niedriger Blutdruck, Kreislaufschwäche mit Schwindel und Schwarzwerden vor den Augen bei plötzlichem Aufstehen (orthostatische Dysregulation), Beschleunigung des Herzschlags, Herzrhythmusstörungen, Gereiztheit, Sprachstörungen, Zittern, Störungen der Fähigkeit des Auges zur Scharfeinstellung (Akkommodationsstörungen), Verstopfung, Gewichtszunahme und meist vorübergehendes Ansteigen der Leberwerte.
  • Häufig:
    • Beschwerden beim Wasserlassen, innere Unruhe, Natriummangel, Durstgefühl, Hautauschlag, Störungen der sexuellen Erregbarkeit (Libidoverlust bzw. Impotenz). Bei älteren Patienten besteht ein erhöhtes Risiko für das Auftreten von Verwirrtheitszuständen (deliranten Syndromen). Störungen der Bewegungskoordination (Ataxie), Störungen des Geschmacksvermögens, Konzentrationsmangel, erweiterte Pupillen (Mydriasis).
  • Gelegentlich:
    • Kreislaufkollaps, Bluthochdruck, Darmlähmung oder -verschluss (paralytischer Ileus), Durchfall, Harnsperre, Blutbildveränderungen (insbesondere Verminderung der weißen Blutkörperchen), Absondern von Flüssigkeit aus der Milchdrüse (Galaktorrhoe), Leberfunktionsstörungen (z. B. cholestatische Hepatose) und Erregungsleitungsstörungen des Herzens. Eine bestehende Herzmuskelschwäche kann verstärkt werden.
    • Ohrgeräusche (Tinnitus), Angst, Wahnvorstellungen (Paranoia, Manie). Es können allergische Reaktionen der Haut (z. B. allergische Vaskulitis) und Ödeme (z. B. Gesicht und Zunge) auftreten. In einem Fall wurde eine Herzmuskelentzündung (Hypersensitivitätsmyokarditis) beobachtet.
  • Selten:
    • Haarausfall (Alopezie), Appetitlosigkeit (Anorexie), Vergrößerung der Speicheldrüse, Lichtempfindlichkeit (Photosensibilisierung), Sinnestäuschungen, Vergrößerung der männlichen Brustdrüse (Gynäkomastie), Erhöhung der Körpertemperatur (Hyperthermie).
  • Sehr selten:
    • Sehr selten kann eine lebensbedrohliche Zerstörung der weißen Blutkörperchen (Agranulozytose) ausgelöst werden. Sie äußert sich in hohem Fieber, Schüttelfrost, Halsschmerzen, Schluckbeschwerden, Entzündungen im Mund-, Nasen-, Rachen- sowie Genital- und Analbereich. Beim Auftreten dieser Beschwerden sollte sofort ein Arzt aufgesucht und eine Blutbildbestimmung vorgenommen werden
    • Weiterhin können durch Amitriptylin vereinzelt epileptische Krampfanfälle, Bewegungsstörungen (Akathisie, Dyskinesien), Missempfindungen und Schmerzen in Armen oder Beinen (Polyneuropathien) oder anfallsweise Erhöhungen des Augeninnendruckes (Glaukomanfälle), allergische Entzündungen der Lungenbläschen bzw. des Lungengewebes (Alveolitis, Löffler-Syndrom) oder bestimmte Erkrankungen des Herzmuskels (Kardiomyopathien) ausgelöst werden.
  • Hinweise:
    • Fälle von Suizidgedanken und suizidalem Verhalten während der Therapie mit Amitriptylin oder kurze Zeit nach Beendigung der Behandlung sind berichtet worden.
    • Während der Behandlung könnten bestimmte Herzrhythmusstörungen auftreten (Verlängerung des QT-Intervalls im EKG, sehr selten auch die u. U. lebensbedrohlichen “Torsades de Pointes”).
    • Bei Patienten mit einem hirnorganischen Psychosyndrom ist die mögliche Erzeugung eines pharmakogenen Delirs zu bedenken.
    • Bei Kindern besteht ein erhöhtes Risiko für das Auftreten von Karies. Es wird empfohlen, auf die tägliche Zahnpflege verstärkt zu achten.
    • Ein erhöhtes Risiko für Knochenbrüche wurde bei Patienten beobachtet, die Medikamente aus diesen Gruppen (Serotonin-Wiederaufnahmehemmer oder trizyklische Antidepressiva) einnahmen.”

Nebenwirkungen Novothyral

Und vergleichen sie dazu einmal die aufgeführten Nebenwirkungen von Novothyral mit 20 T3 pro 100 T4 im Beipackzettel:

  • Wird im Einzelfall die Dosisstärke nicht vertragen oder liegt eine Überdosierung vor, so können, besonders bei zu schneller Dosissteigerung zu Beginn der Behandlung, Symptome auftreten, wie sie auch bei einer Überfunktion der Schilddrüse vorkommen, z. B. schneller oder unregelmäßiger Herzschlag, Herzklopfen, Schmerzen in der Brust, Kopfschmerzen, Muskelschwäche und Krämpfe, Flush, Fieber, Erbrechen, Menstruationsstörungen, Pseudotumor cerebri (erhöhter Hirndruck mit Schwellung der Augen), Zittern, innere Unruhe, Schlaflosigkeit, Schwitzen, Gewichtsabnahme, Durchfall.
  • Allergische Reaktionen gegenüber den sonstigen Bestandteilen sind möglich. Allergische Reaktionen können sich äußern als Gesichts- und Rachenschwellungen (Angioödem). Wenden Sie sich in diesem Fall unverzüglich an Ihren Arzt.
  • Gegenmaßnahmen:
    • Nach Rücksprache mit dem behandelnden Arzt sollte die Tagesdosis herabgesetzt oder die Tabletteneinnahme für mehrere Tage unterbrochen werden. Sobald die Nebenwirkung verschwunden ist, kann die Behandlung mit vorsichtiger Dosierung wieder aufgenommen werden.”

 

Bilden sie sich nun bitte selbst eine Meinung über die Gefährlichkeit von Schilddrüsenhormonen T4 und T3.

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Quellen

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4)  Vavouranakis, I., Sanoudos, G., Manios, A., et al: Triiodothyronine administration in coronary artery bypass surgery: effect on hemodynamics. J. Cardiovasc. Surg. (Torino), 35(5):383-389, Oct., 1994


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6) Salter, D.R.: Acute severe post-ischemic myocardial depression reversed by triiodothyronine. Ann. Thorac. Surg., 54(2):301-305, Aug., 1992


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