Fibromyalgie und Muskelschmerzen

Ein Fibromyalgie-Patient stellte folgende Frage an Dr. John C. Lowe:

“Ich habe Fibromyalgie und eine Schilddrüsenunterfunktion. Letztens schrieb ich einen Endokrinologen im Internet an und er antwortete mir unter anderem: “Muskelschmerzen sind ein sehr ungewöhnliches Symptom einer Schilddrüsenunterfunktion.” Können sie mir diese Antwort bestätigen?

Dr. Lowe antwortete, dass diese Aussage des Endokrinologen falsch ist.

Dieser Irrglaube beruht darauf, dass Patienten mit einer Schilddrüsenunterfunktion nur noch Dosierungen der Schilddrüsenhormone erhalten, die sich nach dem TSH-Wert richten.

Der TSH ist normal – die Schilddrüse ist gut eingestellt?

Sehr viele Patienten mit Schilddrüsenunterfunktion haben starke Muskelschmerzen. Und viele dieser Patienten haben auch weiterhin starke Muskelschmerzen, wenn sie mit Schilddrüsenhormonen eingestellt wurden.

Wenn ein Patient jedoch weiterhin unter Muskelschmerzen leidet, obwohl der TSH normal ist unter Schilddrüsenhormon-Gabe, dann gehen Endokrinologen davon aus, dass die Muskelschmerzen nicht mit der Schilddrüsenunterfunktion in Verbindung stehen können.

Das Problem ist, dass Ärzte Schilddrüsenhormone nach TSH-Wert dosieren. Das ist jedoch meistens nicht ausreichend. Der TSH-Wert sagt nichts darüber aus, wie gut das Körpergewebe tatsächlich mit Schilddrüsenhormonen versorgt ist.

Meistens werden diese Patienten dann von den Endokrinologen mit Fibromyalgie diagnostiziert.

Dr. Lowe und seine Kollegen hatten viele Jahre Erfahrung in der Behandlung von Patienten mit Schilddrüsenunterfunktion, die auch an Fibromyalgie litten.

Wenn Dr. Lowe und seine Kollegen ihren Patienten mit Schilddrüsenunterfunktion und Fibromyalgie erlaubten, eine ausreichende Dosis von Schilddrüsenhormonen zu nehmen, die ihren TSH-Wert unterdrückten (jedoch keine Schilddrüsenüberfunktion verursachten), dann konnten fast alle seiner Patienten ihre Muskelschmerzen loswerden.

Diese Patienten wurden alle ihre Muskelschmerzen, die fälschlicherweise als Fibromyalgie bezeichnet wurden, durch ausreichende Schilddrüsenhormone los.

Einige Patienten benötigten zusätzlich noch eine myofasziale Triggerpunkt-Therapie bei einem Physiotherapeuten. Jedoch ist es Dr. Lowe wichtig, zu betonen, dass diese Patienten ohne eine TSH-suppressive Therapie mit Schilddrüsenhormonen nicht schmerzfrei geworden wären.

Patienten mit Muskelschmerzen, die irrtümlich als Fibromyalgie bezeichnet werden, benötigen eine ausreichend hohe Dosierungen von Schilddrüsenhormonen, um ihre Schilddrüsenunterfunktion und damit ihre Schmerzen erfolgreich zu behandeln.

Hier können sie der Facebook-Gruppe “Fibromyalgie nach Dr. John C. Lowe mit Schilddrüsenhormonen behandeln” beitreten.

Quelle

www.drlowe.com

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