Können Schilddrüsenhormone Infektionen verhindern helfen?

Auch laut Thierry Herthoge (Der Schilddrüsenspezialist aus Brüssel) und Jules-Jacques Nabet in seinem Buch “bleiben sie länger jung!” steigern Schilddrüsenhormone die Abwehr bei Infekten:

“Im Tierversuch mit Tuberkelbazillen (Tuberkulose) infizierten Kaninchen, denen man Schilddrüsenhormone verabreicht hatte, wurde die infektabwehrende bzw. -bekämpfende Wirkung der Hormone bestätigt.

Beim Menschen beschleunigt die Behandlung mit Schilddrüsenhormonen die Heilung verschiedener Pilzerkrankungen (Mykosen), die auf die klassischen antimykotischen Therapieversuche nicht ansprechen.

Tatsächlich tragen die Schilddrüsenhormone bei zahlreichen Infektionen in beträchtlichem Umfang zur Steigerung der Immunabwehr bei: Erkältungskrankheiten, Entzündungen des Rachenraums (Pharyngitis), Entzündungen des Mittelohrs (Otitis), der Harnblase (Zystitis), des Knochenmarks (chronische Osteomyelitis), parasitäre Infektionen oder akute Lungenentzündungen (Pneumonie).

Durch Viren, Bakterien oder Parasiten verursachte Infektionen lassen den Schilddrüsenhormonspiegel im Blut noch weiter absinken und können die Schilddrüse selbst sogar schädigen. Es entsteht ein Teufelskreislauf: Die Schilddrüse wird immer weiter geschädigt und das Immunsystem immer mehr geschwächt. Dass unter diesen Umständen die Infektionsneigung zunimmt, ist logisch.”

Im Endokrinologieforum der DGE wird eine Studie erwähnt, die einen Erklärungsansatz bieten könnte, warum genügend Schilddrüsenhormone im Körper wichtig für die Abwehr sind:

Menschliche Granulozyten, also weiße Blutkörperchen benötigen Schilddrüsenhormone zur Abtötung von Bakterien.

“Mit Hilfe dieses Enzyms D3 (Typ 3 Dejodinase) spalten die Zellen Thyroxin in rT3, ein inaktives Schilddrüsenhormon, und Jod, das Bakterienzellen abtöten kann.”

Auch Thierry Herthoge schreibt in oben genannten Buch weiter, dass bei vielen Infektionskrankheiten sich ein gewisser Grad einer Schilddrüsenunterfunktion findet.

Infektionen, insbesondere schwere oder chronische, sind Stress für den Körper, und unter Stress verbraucht der Körper mehr Schilddrüsenhormone. Außerdem beeinträchtigen Infektionen die Umwandlung von T4 in T3 in der Leber.

Thierry Herthoge schreibt, dass zum Beispiel bei Aids-Patienten in dem Maße, wie bei ihnen die Konzentration an aktivem T3 im Blut sinkt, Infektionen wie beispielsweise Lungenentzündungen vermehrt auftreten und sich rasant weiterentwickeln.

“Therapieversuche, in deren Rahmen Infektionen mit einer Substitution von Schilddrüsenhormonen behandelt wurden, zeigten zufrieden stellende Ergebnisse.” schreibt Thierry Herthoge abschliessend zu diesem Kapitel.

Testen auch sie ihre Schilddrüsenfunktion mit dem Basaltemperaturtest von Broda Barnes oder dem Schilddrüsentemperatur-Test von Dr. Rind.

Haben auch sie vielleicht Symptome einer Schilddrüsenunterfunktion?

Quelle

“bleiben sie länger jung!” Thierry Hertoghe und Jules-Jacques Nabet

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